30. Juni 2008

… der Ausflug der Regionalgruppen Mecklenburg Vorpommern und Berlin/Brandenburg zu den Bären und Wisenten

Freitag 27.06.2008
Die Anreise gestaltete sich in einem geräumigen Großfahrzeug sehr angenehm. Ohne nennenswerte Schwierigkeiten kamen Sandra, Stefan und ich am Ziel an. Ein kleines Hotel mitten im Wald, in der Nähe ein (stürmischer) See, den Stefan nach der Ankunft auch gleich testete ob er bebadbar (neue Wortschöpfung) ist .
Nach dem 15min Badeausflug fuhren wir zur Unterkunft, die für die vorgesehen war, die nicht in der Waldesruh übernachten wollten. Zeitgleich mit Claudia und Giesbert kamen wir an. Es erwartete uns ein Bauernhaus, auf dem es schon lange keinen Heuboden mehr gibt, da der 75jährige Bewohner diesen eh nicht mehr erreichen kann bzw. will. Nach und nach trafen dort auch alle übrigen ein … und ganz zuletzt, ein großer LKW, der auf den ersten Blick wie ein Pferdetransporter erschien. Der erste Blick täuschte, denn der Pferdetransporter entpuppte sich als ein wirklich schönes fahrbares Ferienhaus.
Es schloß sich eine kleine Ortsbegehung an … Das Bauernhaus ist nur in der unteren Etage vom Bauern bewohnt und sieht aus wie ein Relikt aus einem früheren Jahrhundert. Er scheint die Farbe grün zu mögen, denn die Wände und Türen sind in diesen Farben gehalten. Im Hof schnattern Enten und zwei Sträuße um die Wette.
Dann, Aufbruch ins Hotel, der Abend begann. Gegen 20.15 Uhr ging es los, mit einem Drei-Gänge-Menü. Der Salat war schön anzusehen, sehr übersichtlich (wie alles an diesem Abend, wie sich später herausstellen sollte), die Hauptspeise war leider weit davon entfernt als Filet durchzugehen, die Nachspeise so lala. Insgesamt ist die Essensauswahl nicht gerade auf Begeisterung gestoßen - Sterneküchen-Anblick, gepaart mit Imbissbuden-Geschmack. Naja, man kann nicht alles haben. Nach dem Essen, wie üblich auf solchen Exkursionen, fing das große Bilderschauen an.
Zu sehen gab es Menschen, den Müritz Nationalpark, Tiere ferner Länder und Pflanzen in ganz anderer Sicht.
Gegen Mitternacht löste sich die Runde auf und die einzelnen verteilten sich auf Ihre Unterkünfte. Die ersten Verluste sind bereits zu verzeichen, ein Haargummi und ein USB-Stick. ;-)
Samstag 28.06.2008
Wecken um 7.00 Uhr - aber mir blieb viel Zeit, da Claudia und Sandra erstmal in den nächsten größeren Ort fuhren, um für die Gruppe das Frühstück zu besorgen. Der Tag fing bereits verregnet an (das sollte sich bis zum Abend auch leider nicht ändern).
Frühstück gab es satt. Für jeden etwas dabei - bedingt durch frische Brötchen und auch fast jeder hatte etwas beigesteuert. Nach dem Abwasch, ging es dann endlich los in Richtung der Bären.

Das Wetter gestaltete sich sehr wechselhaft, immer wieder Regen, so dass sich die geplante Führung durch den Bärenpark, zum einem durch das Wetter, zum anderem durch die späte Ankunft der Familie mit dem fahrbaren Wohnhaus, etwas verzögerte.
Von Stefan mussten wir uns ja schon am Abend verabschieden, dafür kamen Lothar und Pascal und Frau an diesem Morgen dazu.
Die Bären selbst gingen diesen Tag wohl auch eher ruhig an. Einige der Fotografen nutzen die Trägheit der Bären und das Regenwetter, um sich mit anderen Fotomotiven neben den Wegen zu beschäftigen.
Immer wieder gab es im Wechsel Sonne und Regen, viel Zeit um Kaffee und Bionade zu trinken und zur Mittagszeit eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen.
Aus fotografischer Sicht, war es wirklich schwierig im Bärengehege zu fotografieren. Da es ja Raubtiere sind, sind sie dementsprechend gesichert. Ein großer, hoher, grüner, recht kleinmaschiger Maschendrahtzaun umrundet einen kleinen Stromzaun in den Gehegen. Sind die Bären nah, ist immer der Zaun im Weg, sind sie weiter weg, muss man die richtige Perspektive finden um die großen Telerohre durch die Maschen zu stecken, ohne dass das ganze Bild in milchigem Grün versinkt.
Nachdem wir nun den ganzen Tag im Bärengehege verbracht hatten, brach ein Teil der Gruppe nochmal auf um ein wenig die Seen der Umgebung zu begutachten (das Ziel des nächsten Morgen). Sandra und ich nutzen die Zeit um ein paar Makros von Doldenblütelern und Natternköpfen mit anfliegenden Insekten in der Umgebung des Bärenparks zu machen.
Dann, gegen 19.45 Uhr, klingelte das Telefon bei Sandra. Der völlig verärgerte (scheinbar) Fischer (bei dem wir um 20.00 Uhr das Essen reserviert hatten) rief an und fragte nach dem Verbleib der Gruppe. Die schwarz verbrannten Fische und der bereits (nach Hause geschickte) Kellner, stellten sich später als eine maßlose Übertreibung des Fischers heraus. Er scheint immer so zu sein und hat eine gewisse direkte Art. :) Angekommen beim Fischer, präsentierte sich uns Hungrigen aber erstmal nichts, außer Melone und Schnittchen, so dass wir erstmal vom schlimmsten ausgingen - kein Essen! Das relativierte sich glücklicherweise nach einiger Zeit, für die Fischesser, gab es diesen, sogar unverbrannt. Die Bratwurst und Hühnerbeine-Esser dagegen, erhielten eine Portion, die wahrlich gut durchgebraten war. Bedingt durch das etwas kühlere/nasse Wetter war der Abend insgesamt etwas ruhiger aber dennoch sehr lustig. Viele Dinge wurden ausgetauscht. Gegen 22.00 Uhr hatte der Fischer dann noch etwas anderes vor, und wie es seine Art war, löste er die Gruppe auf.
Sonntag 29.06.2008
Der Tag begann bereits sehr früh. Gegen 4.00 Uhr klingelte der Wecker. Claudia und Sandra stürmten zum Fenster um die Lage der Wolken zu vermessen. Es regnet nicht - aber die Wolkenzusammenstellung schien trotzdem erstmal nicht zu passen.
Da mir nach dem unsanften Wecken ein Einschlafen nicht wieder möglich war, wecke ich Giesbert, der die Nacht in seinem Zelt verbracht hat. Dieser schien zumindest erstmal Feuer und Flamme zu sein, den Morgen fotografisch zu beginnen. Nach ca. 20 Minuten ging es los. Da das Ziel ist unendlich weit entfernt liegt, müssen wir natürlich mit dem Auto fahren. Später erfahren wir, dass wir damit auch den Rest der Gruppe geweckt haben. Egal. Vielleicht hätten wir es ihnen auch ersparen können, wären wir die 200m zu Fuß gegangen. ;-) An der Location stellte sich schnell heraus, dass sich die Mühen wirklich nicht gelohnt haben, so dauerte der frühe Ausflug nicht länger als eine halbe Stunde. Wieder zurück, legten sich alle nochmal für 1-2 Stunden schlafen.
Das Frühstück verlief planmäßig gut - außer einiger sehr verschlafener Gesichter, gab es keine außerplanmäßigen Vorkommnisse. Nach dem Aufräumen und Verstauen wird noch kurz die Route besprochen und los ging es in das Wisentgehege. Nach einer Fahrzeit von etwa 30-40min kamen alle am Ziel an - bis auf die zwei Einheimischen (Ein Mecklenburger und ein Vorpommer). Das sie die einzige Landkarte hatten und eigentlich voraus gefahren waren, ist dabei nur nebensächlich. Die Wartezeit wurde jedenfalls von einigen bereits dafür genutzt, ein paar Makroaufnahmen in der Umgebung zu machen.
Im Wisentgehege gab es dann logischerweise Wisente zu sehen, sowie ein paar Makromotive und ein wunderbarer See mit blühenden Seerosen und vielen Rotfedern. Aus den Erzählungen erfuhr ich, dass einige hier sogar Motive im Wasser gefunden haben.
Aufbruchstimmung in Richtung nach Hause kam dann gegen 13.30 Uhr auf, wobei eine der Berliner Fraktionen vor dem Aufbruch noch eine ausgiebige Brotzeit einnahm.
Ankunft in Berlin - 17.00 Uhr. Ankunft in Potsdam - 19.00Uhr. Ich hoffe der Rest ist auch gut nach Hause gekommen. :)
Vielen Dank an Claudia für die tolle Organisation.